Für Sie gelesen! Das Büchereiteam empfiehlt:

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Das Siebte

Garcia, Tristan


An seinem siebten Geburtstag soll eigentlich das Nasenbluten beginnen, doch nichts passiert. Er glaubte sich in einer endlosen Zeitschleife gefangen und begreift nun, dass er sterblich geworden ist. »Das Siebte« ist sein letztes Leben. Es geschieht sieben Mal: Er stirbt und wird im selben Moment wieder geboren. Immer neu. Stets der Gleiche. Immer wieder kehrt der Ich-Erzähler nach dem Tod an den Anfangspunkt zurück, behält aber all seine früheren Leben in Erinnerung, alle Irrtümer und Erfolge. Jedes Mal muss er wieder neu laufen und sprechen lernen, warten bis das Blut kommt, um dann nach Paris gebracht zu werden. Dort trifft er Fran, der ein Mittel zur Blutstillung besitzt, ihn stets aufs Neue erwartet, erkennt und begleitet. Wie alles andere auch, ist diese Freundschaft sieben Mal gleich und doch grundverschieden. Sieben Mal liebt der Erzähler außerdem hingebungsvoll die gleiche, ja dieselbe Frau mit dem seltsamen Namen: Hardy. Wie wäre es, noch mal ganz von vorn anfangen zu können? Und ist dem, was Leben ausmacht eher wissenschaftlich oder politisch, religiös, sinnlich oder künstlerisch auf die Spur zu kommen? Dieser waghalsige Roman erzählt spielerisch und humorvoll von Zufall und Schicksal und befragt die Möglichkeit von (politischer) Veränderung überhaupt. Ein maßloses Buch, sinnlich und klug, das schwindlig macht und lange zu denken gibt …

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Leichte Böden

Fuchs, David


Alt werden ist nichts für Feiglinge! - Ungeschminkt und liebevoll zugleich erzählt David Fuchs vom schmalen Grat, der den Wunsch zu helfen und Autonomie im Alter verbindet. Besuch in der Alters-WG

Schon vor Jahren hat Daniel sein Leben auf dem Land hinter sich gelassen. Nun kehrt er für einen Besuch bei seinen Verwandten zurück. Eigentlich will er nur kurz bleiben, um sein dort untergestelltes Auto abzuholen und sein Sabbatical anzutreten. Doch schon kurz nach der Ankunft tritt sein Vorhaben in den Hintergrund: Onkel Alfred ist dement und ohne Unterstützung seiner Frau Klara zu kaum einem Schritt mehr fähig. Nachbar und Witwer Heinz ist mittlerweile bei den beiden eingezogen. Er kann nach einer Krebserkrankung nur noch mit Hilfe eines Sprachcomputers kommunizieren. Der Alltag ist eine Bürde, nur am Laufen gehalten von der rüstigen, aber überforderten Klara. Daniel ist erschüttert von den Verhältnissen in der Alters-WG. Anstatt sich ganz der aufkeimenden Liebe zu seiner Kindheitsfreundin Maria zu widmen, versucht er ehrgeizig, seinen betagten Angehörigen das Leben zu erleichtern. Wie soll das bloß gutgehen?

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Ohne Herz

Richter, Markus


Ein König in der Einsamkeit der Berge. Und ein kleiner Junge, der für ihn die größte Gefahr bedeutet.
1885: Der junge Schlossverwalter Lenz Baumgartner stößt in der "Neuen Burg" (Neuschwanstein) auf einen verängstigten Jungen. Die Männer, die hinter dem Kind her sind, scheinen vor nichts zurückzuschrecken. Lenz stürzt beim Versuch, ihm zu helfen, in ein Abenteuer auf Leben und Tod. Besteht etwa eine Verbindung zwischen dem Jungen und König Ludwig II.?
Zehn Jahre ist es her, dass Lenz mit seiner großen Liebe Klara und dem Soldaten Heiland eine Verschwörung gegen den König vereitelt hat. Sollte sich das Drama nun wiederholen?
Auch wenn der Monarch sich aus Angst vor Attentaten in abgelegene Bergresidenzen zurückzieht, ist er nicht sicher.

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Pandatage

Gould-Bourn, James


Lustiger und zu Herzen gehender als alles, was Sie bisher gelesen haben.

Danny Malooley hat es schwer. Ein Glückspilz war er noch nie, aber seitdem seine Frau vor etwas mehr als einem Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, läuft gar nichts mehr glatt. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen, Danny verliert den Job, und als ihm auch noch sein Vermieter mit Rausschmiss droht, kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm, um als Tanzbär Geld zu verdienen. Doch tanzen kann er leider auch nicht ...
Ein Panda steht für Frieden und Freundschaft, aber so weit denkt Danny nicht. Das Kostüm ist ein Ladenhüter und billig, deshalb muss es als Verkleidung herhalten. Ein neuer Straßenkünstler ist geboren. Anfangs macht sich Danny vor allen Dingen lächerlich, aber als sich die Pole-Tänzerin Krystal seiner erbarmt und ihm Tanznachhilfe gibt, klingelt die Kasse so leidlich. Als Pandabär verkleidet beobachtet Danny eines Tages, wie sein kleiner Sohn Will von anderen Jungen schikaniert wird, und schreitet ein. Will fasst Vertrauen in den vermeintlich fremden Panda. Und er spricht. Ein Roman voller Situationskomik, der rührend und saukomisch zugleich eine der liebenswertesten Vater-Sohn-Beziehungen in der Literatur beschreibt. Wer »About a Boy« mochte, wird dieses Buch lieben.

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Unrast

Tokarczuk, Olga


Literaturnobelpreis

Die ganze Welt ist ein Roman

Eryk hat es in den hohen Norden verschlagen, wo er als Steuermann auf einer kleinen Fähre die immer die gleiche Route fährt, bis er irgendwann Kurs aufs offene Meer nimmt. Eine Ich-Erzählung ist unentwegt auf Wanderschaft - zu Fuß, im Auto, im Flugzeug oder gar in Gedanken. Chopins Schwester, die ihren Bruder abgöttisch geliebt hat, begleitet sein Herz auf eine letzte Reise.....

Unrast ist ein Roman über die Sehnsucht, sich in der Welt zu verlieren, ein Roman über das Reisen und dabei selbst wie eine Reise: mit unzähligen Orten und Menschen, die einem ans Herz wachsen oder die man gerne zurücklässt. Ein Buch voller Bewegungen, Eindrücke, Gedanken und Geschichten, die, wie der Leser bald ahnt, einem geheimen Fahrplan folgen und eine gemeinsame Destination haben.

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Der Empfänger

Lenze, Ulla


Ein wirkmächtiger Roman über die Deutschen in Amerika während des Zweiten Weltkriegs: Die Geschichte über das Leben des rheinländischen Auswanderers Josef Klein, der in New York ins Visier der Weltmächte gerät, beleuchtet die Spionagetätigkeiten des Naziregimes in den USA und erzählt von politischer Verstrickung fernab der Heimat.

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Nach vorn, nach Süden

Jäger, Sarah


Ausgezeichnet mit dem LUCHS-Preis März 2020 von DIE ZEIT und Radio Bremen

MANCHMAL MUSS MAN DEN HINTERHOF VERLASSEN, DAMIT DAS LEBEN EIN ABENTEUER WERDEN KANN.
Auf dem Hinterhof des Penny-Marktes bekommt man seinen Namen, ob man will oder nicht. Wenn man Glück hat, wird man mit einem «unser» geadelt, so wie unser Pavel. Oder man hat Pech. So wie Entenarsch. Sie hat ihren Namen von Jo, der seit Monaten verschwunden ist. Die Suche nach ihm entwickelt sich zu einem wilden Sommertrip durch brüllend heiße Julitage. Ohne Plan, ohne Klimaanlage, immer weiter nach Süden.
RASANT, WITZIG, KLUG ... UND AUCH EINE LIEBESGESCHICHTE.